Unter dem obigen Titel hat Lühr Henken (u.a. vom Netzwerk Friedenskooperative) bei einer zoom-Veranstaltung der Organisation "Nie wieder Krieg - Die Waffen nieder" einen sehr hörens- bzw. lesenswerten Vortrag gehalten. Er macht deutlich, das in Deutschland bereits schon genug Waffen existieren, die einer vermeintlichen Bedrohung zur Verfügung stehen.

Die Welt durch die Augen der Anderen sehen


„Frieden setzt die Fähigkeit voraus, die Welt durch die Augen der Anderen zu sehen. 
Auch und gerade durch die Augen derer, die wir gelernt haben, Gegner zu nennen oder Feind. 

Er beginnt damit, die Geschichte des Anderen zu hören, nicht die Eigene zu erzählen.    

Er beginnt weder mit der Betrachtung des narzirsstisch-en Weltbildes noch des Feindbildes, sondern mit dem Austritt aus dem Kabinett der Bilder und mit dem Ein-tritt in eine Wirklichkeit unter der Sonne, in der wir er-kennen, dass auch wir einen Schatten werfen. 

Wenn jemand dir ein Bild zeigt und sagt, dieser sei dein Feind, den du bekämpfen sollst, schaue dir zunächst genau an, wer zu dir spricht. 

Welche Geschichte hat dieser Mensch? Hat er in der Vergangenheit zum Frieden beigetragen? Warum will er dich in den Kampf hineinziehen? 

Wenn jemand dir sagt, es gelte für das Gute in den Krieg zu ziehen gegen das Böse, prüfe die Guten, studiere ihre Taten – und dann schaue dir das Bild des Feindes an. 

Frage dich, wer es gemacht hat – und auf welche Weise. Versuche dir ein eigenes Bild zu machen. Höre die Geschichten derer, die deine Feinde sein sollen, in ihren eigenen Worten. 

Studiere auch ihre Taten. 

Versuche sie zu verstehen, selbst wenn du sie nicht billigst. 

Und dann, erst dann, ziehe Deine Schlüsse.“

(Fabian Scheidler 2025. „Friedenstüchtig. Wie wir auf-hören können, unsere Feinde selbst zu schaffen.“ Wien: Promedia.) 

PM der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) vom 5. September 2025 

Statt fruchtloser Debatten über einen Pflichtdienst die FREIWILLIGENDIENSTE stärken!

 

Die Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) hat Politik und Gesellschaft aufgefordert, sich anstelle von fruchtlosen Debatten über einen Pflichtdienst mehr Gedanken darüber zu machen, wie die vorhandenen Probleme auf freiwilliger Basis gelöst werden können. Dabei sollten die Freiwilligendienste stärker in den Blick genommen werden, so der Friedensverband.

 

„Mit dem Wehrdienstmodernisierungsgesetz will die Bundesregierung für die Bundeswehr die Voraussetzungen für Pflichtdienste schaffen. Aber wie sieht es mit den Freiwilligendiensten aus, der zivilen Alternative?“, fragt Jan Gildemeister. Zwar seien in der Koalitionsvereinbarung der Regierungskoalition von Union und SPD-Maßnahmen zur Stärkung der Freiwilligendienste vorgesehen, allerdings würden die Mittel, die in den Haushaltsentwürfen für 2025 und 2026 vorgesehen seien, dafür nicht ausreichen, kritisiert der AGDF-Geschäftsführer. Und betont: „Zudem scheint die Bundesregierung den entscheidenden Schritt zum Ausbau der Freiwilligendienste nicht zu wagen, nämlich einen Rechtsanspruch auf Förderung eines Freiwilligendienstvertrages zu schaffen.“ Nach Ansicht der AGDF sei aber gerade dies ein wichtiger Schritt nach vorn. „Mehr junge Menschen könnten in einem Freiwilligendienst Orientierung u. Kompetenzen für ihr weiteres Leben gewinnen sowie etwas für die Gesellschaft tun. Besonders wertvoll ist dabei ein Freiwilliges internationales Jahr. Hinzu kommt, dass Freiwilligendienste einen wichtigen Beitrag für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Demokratie leisten. Zudem entspricht Freiwilligkeit dem Wunsch der meisten jungen Mensch-en, deren Anliegen in der aktuellen Debatte kaum zu hören sind“, so der AGDF-Geschäftsführer, Jan Gildemeister.

Stattdessen werde aktuell eine Wiederbelebung der Wehrpflicht gefordert, möglichst für alle deutschen Staatsbürgerinnen und Staatsbürger. „Übersehen werden dabei die Gründe, die dagegensprechen: Im Grundgesetz ist die Hürde   für einen staatlichen Zwangsdienst nicht ohne Grund hoch gehängt, Priorität hat die Freiheit der Einzelnen, ihr Leben selbst zu bestimmen“, unterstreicht AGDF-Geschäftsführer, Jan Gidemeister. Der Personalbedarf der Bundeswehr sei zudem aktuell so niedrig, dass nur ein kleiner Teil eines Jahrgangs benötigt werde, daher könnte die gerichtlich geforderte sogenannte Wehrgerechtigkeit nicht gewährleistet werden“, warnt der Geschäftsführer. Und schließlich sei die Bundeswehr überhaupt nicht in der Lage, in den nächsten zwei bis drei Jahren die Bedingungen für die Einziehung Hunderttausender von Grundwehrdienstleisten- den zu schaffen, gibt Jan Gildemeister zu bedenken. Daher müssten sich seiner Meinung nach auch die Befürworterinnen u. Befürworter eines Pflichtdienstes für eine Stärkung der Freiwilligendienste einsetzen. „Denn nur so könnten die Voraussetzungen beispiels-weise für einen funktionierenden Wehrersatzdienst geschaffen werden“, betont der AGDF-Geschäftsführer.

 

Kontakt:

Jan Gildemeister, Tel.: 0228/24 999-13 Internet: www.friedensdienst.de

 "Umdenken in der Friedensfrage" 

Im Gedenken an unser langjähriges Mitglied 

Pfarrer Dr. Hans Häselbarth, ...  

... der Anfang August 2024 verstorben ist, erinnern wir an seine Worte vom April 2015 


" Wir alle sind betroffen von den Nachrichten über die zunehmenden kriegerischen Konflikte und von dem unendlichen Leiden in den betroffenen Ländern. Wir können uns damit nicht abfinden. Denn unser Herr Jesus hat uns eine klare Alternative zu Gewalt, Rüstung und Krieg aufgezeigt. Seine Lehre vom Frieden in der Bergpredigt ist ja nicht nur eine mögliche Handlungsanweisung unter anderen, sondern sie ist eine Glaubensgrundlage, die ins Herz des Evangeliums führt – so zentral wie „Reich Gottes“, „Erlösung“ oder „Gerechtigkeit“. Jesus hat sie mit seiner Lebenshingabe bestätigt. Er verkündete den Frieden Gottes und wurde selbst unser Friede (Eph. 2:14) - bis hin zur letzten Konsequenz am Kreuz. Einem, der das noch nicht verstanden hatte, sagte er bei seiner Gefangennahme: „Wer das Schwert nimmt, der soll durchs Schwert umkommen. Oder meinst du, ich könnte nicht meinen Vater bitten, dass er mir zuschickte alsbald mehr als 12 Legionen Engel? Wie würde dann aber die Schrift erfüllt, dass es muss also geschehen?“ (Matt. 26:52-54).

(Den ganzen Text finden Sie/findest Du über den Button!) 

"Dem FRIEDEN ein Budget geben!"


Basiserklärung  vom bundesweiten Netzwerk Friedenssteuer 


„Niemand darf gegen sein Gewissen gezwungen werden, durch Steuern und Abgaben zur Finanzierung von Militär und Rüstung beizutragen. Wie treten für die Einführung eines Zivilsteuergesetzes ein.“ 


Militär und Rüstung werden aus
Steuergeldern finanziert.   
                            

Das Netzwerk Friedenssteuer will das nicht hinnehmen. Es fordert, das Recht einer individuellen Gewissensentscheidung auch auf die Steuer.
Hierzu hat das Netzwerk Friedenssteuer einen Vorschlag für ein Zivilsteuergesetz formuliert, dessen Umsetzbarkeit in mehreren Gutachten fachjuristisch bestätigt wurde. Der Bundeshaushalt könnte demnach künftig nur noch für zivile Staatsaufgaben verwendet werden. 

Daneben würde ein Bundesmilitärfonds geschaffen, um die Verteidigungsausgaben zu finanzieren.
In ihrer Umsatz- und  Einkommensteuererklärung könnten dann alle Steuerpflichtigen der Nutzung ihrer Abgaben für den Bundesmilitärfonds aus Gewissensgründen widersprechen. 

Das Netzwerk Friedenssteuer bietet umfangreiche
Informationen und Beteiligungsmöglichkeiten dazu unter: www.netzwerkfriedenssteuer.de an.